Abitur nachholen

Abitur Ablauf

Wenn es darum geht, das Abitur nachzuholen, stellen sich Interessierte regelmäßig Fragen zum Abitur Ablauf dieses Unterfangens. Wie man auf dem ersten Bildungsweg zur allgemeinen Hochschulreife gelangt, ist allgemein bekannt und bedarf keiner ausführlichen Erklärung, was man vom zweiten Bildungsweg zuweilen nicht behaupten kann. Vor allem die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, die die Möglichkeit bieten, das Abitur nachzumachen, sorgen mitunter für Verwirrung. Wer das Abitur nachholen will, hat somit hinsichtlich des Ablaufs oftmals einen gewissen Klärungsbedarf.

Wie läuft das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg ab?

Wie das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg abläuft, lässt sich pauschal nicht beantworten, da es bei den Bildungseinrichtungen zum Teil große Unterschiede gibt. An einem Kolleg erfolgt die Abiturvorbereitung üblicherweise in Vollzeit, so dass man montags bis freitags vormittags am Frontalunterricht in der Schule teilnimmt. Im Gegensatz dazu findet der Präsenzunterricht an einem Abendgymnasium abends statt, wodurch die Vereinbarkeit mit dem Beruf gewährleistet werden soll. Ob der Abendunterricht montags bis freitags oder nur an einzelnen Wochentagen stattfindet, hängt dabei von der jeweiligen Abendschule ab.

In einigen Bundesländern existiert zudem der Modellversuch „Abitur online“, der nur wenige Präsenzen an der Abendschule vorsieht und ansonsten auf E-Learning-Phasen und ein intensives Selbststudium setzt. Das Fernabitur darf man damit nicht verwechseln, denn dieses findet vollständig an privaten Fernschulen statt und bereitet die Lernenden auf die Externen-Abiturprüfung vor, die auch als Nichtschülerprüfung bekannt ist.

Was ist die Nichtschülerprüfung?

Der Weg zum Abitur kann auf dem zweiten Bildungsweg sehr unterschiedlich ausfallen. Das Ziel ist jedoch immer die allgemeine Hochschulreife, bei der es sich um einen offiziellen und staatlich anerkannten Abschluss handelt. Um das Abitur vollständig nachzuholen, muss man stets die betreffende Prüfung ablegen. In diesem Zusammenhang ist immer wieder die Rede von der Nichtschülerprüfung, unter der sich viele Menschen zunächst nichts vorstellen können.

Die Nichtschülerprüfung ist die Abiturprüfung für all diejenigen, die zur Vorbereitung keine Schule besucht haben. Dies trifft beispielsweise auf Fernabiturienten oder auch Autodidakten zu. Die Prüfungsangelegenheiten, wie zum Beispiel die Zulassung, obliegen dabei stets dem Kultusministerium des betreffenden Bundeslandes. Dabei besteht die Nichtschülerprüfung ebenso wie die klassische Abiturprüfung aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Während üblicherweise drei schriftliche Prüfungen sowie eine mündliche Prüfung abgelegt werden müssen, kommt die Externenprüfung umfangreicher daher. So sind in einigen Bundesländern vier schriftliche sowie vier mündliche Prüfungen vorgesehen.