Abi nachholen nach der Ausbildung

Nicht selten kommt es vor, dass junge Menschen das Abi nach der Ausbildung nachholen möchten. Zunächst waren sie überglücklich über das Ende der Schulzeit und die Möglichkeit, ins Berufsleben einzusteigen, doch anschließend erkennen sie zuweilen, dass das Abitur vielfältige Perspektiven bietet. Wer seine Ausbildung gerade frisch abgeschlossen hat, fragt sich mitunter, ob es das schon gewesen sein soll. Die Aussicht darauf, nun die kommenden Jahrzehnte bis zur Rente dieser einen Tätigkeit nachzugehen, erscheint zuweilen wenig befriedigend. Über Weiterbildungen kann man seinen Horizont natürlich erweitern und auch die Basis für einen Aufstieg auf der Karriereleiter schaffen, doch immer häufiger wird für Führungspositionen ein Studium vorausgesetzt. Grundsätzlich kann man zwar durchaus auch als beruflich Qualifizierter studieren, aber die folgenden Punkte sprechen eindeutig dafür, zunächst das Abitur nachzumachen:

  • Das Abitur verkörpert eine hohe Bildung und genießt als höchster Schulabschluss in der Bundesrepublik Deutschland ein hohes Ansehen. Wer eine Führungsposition anstrebt, schafft somit mit der allgemeinen Hochschulreife die ideale Basis.
  • Indem man sein Abi nachholt, schafft man eine ausgezeichnete Grundlage für ein anschließendes Studium. Um zu studieren, braucht man heute zwar nicht mehr zwingend das Abitur, doch ohne Abi tun sich im Studienverlauf zuweilen Lücken auf. Den daraus resultierenden Schwierigkeiten kann man entgegenwirken, indem man zunächst das Abitur nachholt. So befindet man sich auf einem Wissensstand mit den Kommilitonen, die mehrheitlich über das Abitur verfügen.

Wie kann man direkt nach der Ausbildung das Abitur nachholen?

Wer über die mittlere Reife verfügt und eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, hat alle Optionen, wenn es darum geht, das Abitur nachzuholen. Formal erfüllt man die Voraussetzungen in der Regel problemlos und kann sich so in Vollzeit oder auch Teilzeit der Herausforderung Abi stellen. Dabei kommen die folgenden Bildungseinrichtungen für den zweiten Bildungsweg infrage:

Auch eine individuelle Vorbereitung auf die Externenprüfung per Selbststudium oder der Hochschulzugang über eine Begabtenprüfung sind durchaus denkbar. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung bringt man somit beste Voraussetzungen mit, wenn es darum geht, das Abi nachzuholen.

Abitur nachholen nach der Ausbildung – Ganztags oder in Teilzeit?

Dass alle Optionen möglich sind, ist zunächst ein großer Pluspunkt. Gleichzeitig hat man so aber auch die Qual der Wahl. Nicht selten kann man sich nicht entscheiden und fragt sich, ob man das Abitur in Teilzeit schafft oder nicht doch ein Vollzeit-Lehrgang die bessere Wahl ist. Pauschal lässt sich dies praktisch gar nicht beantworten, denn individuelle Faktoren stehen hierbei im Fokus. Demnach ist stets eine Einzelfallentscheidung erforderlich. Nachfolgend findet sich eine kleine Entscheidungshilfe, die angehende Abiturienten dabei unterstützen kann, die für sie richtige Wahl zu treffen.

Abi nach der Ausbildung nachholen – Das spricht für einen Vollzeit-Lehrgang:

  • Wer beispielsweise vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wird, kann das Abitur ganztags nachholen und so die neu gewonnene Zeit effektiv nutzen.
  • Stellt man fest, dass der Ausbildungsberuf doch nicht den persönlichen Vorstellungen entspricht, kann man mit dem Abitur die Basis für eine Umorientierung schaffen.

Abitur nach der Berufsausbildung nachmachen – Das spricht für die Teilzeit-Variante:

  • Ambitionierte Karrierepläne können direkt nach der Ausbildung angegangen werden, indem man begleitend das Abitur nachmacht.
  • Nach der Ausbildung kann man endlich im Beruf Fuß fassen und will nicht für das Abitur auf die Eigenständigkeit verzichten. Indem man das Abitur in Teilzeit nachholt, kann man weiterhin berufstätig sein und so wertvolle Berufserfahrung sammeln.
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